Boden

Boden

Alle unsere Reben ste­hen auf Muschel­kalk­ver­wit­te­rungs­bo­den. Ent­stan­den im Erd­zeit­al­ter des Trias vor rund 220 Mio. Jah­ren. Zu die­ser Zeit lag Fran­ken in der Nähe des Äqua­tors und das unsere heu­ti­gen Wein­berge bede­ckende Urmeer war reich belebt mit aller­lei Muscheln und Mee­res­be­woh­nern. In immer wie­der auf­tre­ten­den Tro­cken­pha­sen starb diese Fauna ab und bil­dete unse­ren heu­ti­gen Wein­bergs­bo­den. Mas­sen­hafte Fos­si­li­en­funde geben heute noch die­ses Zeug­nis ab.

Aus den Res­ten des Urmee­res hat sich die frän­ki­sche Lebens­ader, der Main, erhal­ten und model­liert seit etwa 2 Mio. Jah­ren unsere Reb­hänge. Seit die­ser Zeit trotzt also zum Bei­spiel unser Stein­bach den Flu­ten als sog. Prall­hang und bie­tet mit ein­zig­ar­ti­ger Mine­ra­li­tät Hei­mat für unsere aus­drucks­star­ken Gewächse. Der Rei­fen­stein als sog. Gleit­hang pro­fi­tiert von den Abla­ge­run­gen ande­rer Hänge und ist nähr­stoff­rei­cher und frucht­ba­rer, was die Trau­ben sehr aro­ma­tisch wer­den lässt.

Auf dem Weg der Reb­wur­zeln durch den mage­ren Ober­bo­den nach unten, Was­ser und Nähr­stof­fen ent­ge­gen, eig­net sich die Wein­rebe die vor­han­de­nen Mine­ral­stoffe an. So ent­steht auch im Wein ein unver­wech­sel­ba­rer „Fin­ger­ab­druck“ des Wein­bergs. Beson­dere Lagen prä­gen so die gesamte Cha­rak­te­ris­tik eines Weines.

Unser Stein­bach ist zwei­fels­ohne ein sol­cher Berg. Nach ca. 30 cm (nur!) Boden­auf­lage beginnt der gewach­sene Fels des mitt­le­ren Muschel­kalk. Bis zu 10 m tief rei­chen die Reb­wur­zeln in die weni­gen Fels­spal­ten und Klüf­ten hin­ein. Hier­bei ent­steht der ein­zig­ar­tige „Steinbach-Ton“, der sich über alle Reb­sor­ten und Prä­di­kate spannt: Fri­sche Kräu­ter­würze, leicht nus­sige Aro­men mit in der Reife kom­men­den Rauch­kom­po­nen­ten, viel Biss und ele­gante Bit­ter­nis am Gau­men. Die­ser Wein­berg ist ein­zig­ar­tig unter den Mil­lio­nen Wein­ber­gen die­ser Welt!

Noch heute wird in Som­mer­hau­sen kom­mer­zi­ell der Muschel­kalk­stein abge­baut. Seine zähe Fes­tig­keit, wenig offene Stein­po­ren und seine lebendig-leuchtende graue Farbe machen ihn zu einem äußerst belieb­ten Werk­stoff. Ob pro­fan als Pflas­ter­stein oder als behaue­nes Kunst­werk des Stein­met­zes gibt unser Som­mer­häu­ser immer eine gute Figur ab! Dass unser Schloß aus eben die­sem Mate­rial gebaut ist, ver­steht sich von selbst.